Staatstheater Oldenburg, 07.05.2026
Vom Orpheus-Mythos bis zur KI-Debatte
Oldenburgisches Staatstheater präsentiert die Spielzeit 2026/27
Der Vorverkauf für die Veranstaltungen der neuen Spielzeit beginnt am 16. Juni, die ersten Vorstellungen ab 23. August. Das Spielzeitheft liegt ab sofort im Theater aus, online unter staatstheater.de zum Download.
»Ich freue mich sehr auf eine Spielzeit, die gleichermaßen überrascht, bewegt und zum Nachdenken anregt – und vor allem auf die Begegnungen mit unserem Publikum«, so Generalintendant Georg Heckel.Neben dem regulären Programm kann sich das Publikum auf zahlreiche Sonderveranstaltungen freuen.
Anlässlich des Oldenburger Stadtfests beteiligt sich das Staatstheater am 28. und 29. August mit zwei Open-Air-Veranstaltungen vor dem Schloss.
Vom 23. bis 26. Oktober ist das Staatstheater Gastgeber des 35. Bundestreffens der Jugendclubs an Theatern. Ausgewählte Gruppen aus ganz Deutschland präsentieren ihre Inszenierungen auf den
Oldenburger Bühnen.
Die 17. Internationalen Tanztage sind vom 9. bis 18. April 2027
Im Musiktheater stehen große Fragen im Mittelpunkt: Wer bestimmt unser Schicksal? Besser gehorchen oder eigenverantwortlich handeln? Was ist Liebe wert, was verlangt sie uns ab? Wie bleibt
Zuversicht trotz politischer Bedrohung möglich?
Große Namen und zeitgenössische Impulse im Konzert
Auch in der kommenden Spielzeit setzt das Konzertprogramm auf bewährte Formate und bekannte Komponisten, ergänzt durch zeitgenössische Werke sowie Kompositionen von Komponistinnen.
Neben dem Barockkonzert wird erstmals auch das Akademiekonzert im Schloss stattfinden. Für Kinder und Familien wird das Konzertangebot fortgeführt – inklusive neuer Babykonzerte.
Zarte Gefühle, fantastische Welten im Tanz
Die Ballettsparte startet mit der Uraufführung des dreiteiligen Abends »Echos der Leidenschaft«. Die Choreografien »Lullaby«, »Karuna« und »Carmen« thematisieren ein breites Spektrum menschlicher
Emotionen.
Unter dem Titel »zart« entstehen choreografische Uraufführungen, die das Zusammenspiel von Zartheit und Stärke sowie der Kraft von Gemeinschaft in den Fokus rücken. Im Dezember steht mit
Tschaikowskys »Der Nussknacker« ein klassischer Ballettabend für die ganze Familie auf dem Programm,
Freundschaft im Jungen Staatstheater
Das Junge Staatstheater widmet sich dem Thema Freundschaft in unterschiedlichen Facetten: Im Familienstück »Pünktchen und Anton« treffen Kinder aus verschiedenen sozialen Verhältnissen
aufeinander. »Das Herz eines Boxers« erzählt von einer generationsübergreifenden Freundschaft,
Die Theatervermittlungsetzt ihre Arbeit mit Erwachsenen-, Jugend- und Kinderclubs fort. Das Stadt:Ensemble entwickelt in Kooperation mit dem Niederdeutschen Schauspiel das Stück »Female Voices*
Smash the Script«.
Große Denker:innen und zeitlose Fragen im Schauspiel
Im Schauspiel stehen klassische als auch zeitgenössische Stoffe auf dem Programm: Shakespeares und Brecht gehören ebenso dazu wie philosophisch geprägte Inszenierungen.
»Arendt. Denken in finsteren Zeiten« beleuchtet das Leben der Philosophin Hannah Arendt, während »Und immer wieder die Zeit. Einstein’s Dreams« das Verständnis von Zeit hinterfragt. Mit »Ein
Stück Land« wird die Beziehung zwischen Mensch und Natur thematisiert.
Den Auftakt bildet das Schauspiel »Sophia oder das Ende der Humanisten«, das sich mit der Beziehung zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz auseinandersetzt.
Demokratie und Teilhabe in der Sparte 7
Die Sparte 7 widmet sich auch in der kommenden Spielzeit insbesondere gesellschaftspolitischen Themen. Neben altbewährten Formaten werden mit dem Demokratiemobil »Fair·Ground« auch zu Beginn der
kommenden Spielzeit öffentliche Räume bespielt.
Zudem ist das Projekt »(M)ein Land« (AT), das sich auf Grundlage von Recherchen vor Ort künstlerisch-dokumentarisch mit den Auswirkungen von Klimawandel, geopolitischen Veränderungen und
kolonialer Geschichte in Grönland auseinandersetzt geplant.
Streitkultur im Niederdeutschen Schauspiel
Das Niederdeutsche Schauspiel zeigt zwei Premieren: »Wi sün de Ne’en / Wir sind Neuen« erzählt humorvoll vom Aufeinandertreffen einer Studierenden- und einer Rentner:innen-WG, während »De Gott
vun’t Gemetzel / Der Gott des Gemetzels« eskalierende Konflikte zwischen zwei Elternpaaren nach einem Streit ihrer Kinder in den Mittelpunkt stellt.
