11.02.2026

Oldenburg, EWE Arena

 VfL stoppt Negativ-Trend gegen Thüringer HC

 

Was für ein Abend in der EWE-Arena: Handball-Bundesligist VfL Oldenburg hat mit einem 35:30 (17:19)-Erfolg gegen den Thüringer HC eine lange Serie gebrochen. Zu den mehr  als 1.350 Zuschauerinnen und Zuschauern in der kleinen EWE Arena gehöre auch MiOfoto.de MiO made in Oldenburg. Es war der erste Bundesliga-Sieg gegen die Thüringerinnen seit dem 26. Februar 2012. In den darauffolgenden 27 Duellen hatte es 26 Niederlagen und ein Remis gesetzt. Insgesamt war es erst der siebte Erfolg im 41. Aufeinandertreffen – und das zu einem Zeitpunkt, an dem kaum jemand damit gerechnet hatte.

 Zwar lag Oldenburg zur Pause mit 17:19 zurück, doch der Rückstand war vor allem kleinen Unsauberkeiten im Angriff geschuldet. „In der ersten Halbzeit haben wir im Angriffsspiel noch eins, zwei Fehler gemacht, die Thüringen in der Ersten und Zweiten Welle gut ausgenutzt hat.“

 

Dennoch blieb der VfL dran – auch dank einer mutigen taktischen Marschroute. „Wir wussten vor dem Spiel, dass es für uns mit einer siebten Feldspielerin deutlich besser passt“, erklärte Bötel. Mit dem zusätzlichen Feldvorteil wollte er das Spieltempo kontrollieren – auch mit Blick auf den kleinen Kader. Nach dem Seitenwechsel zahlte sich dieser Plan aus. Angeführt von einer überragenden Joanna Granicka (11/5 Tore), Marie Steffen (9) und Toni-Luisa Reinemann (8) drehte Oldenburg die Partie. Granicka verwandelte sicher vom Siebenmeterpunkt, Reinemann erzielte in der 39. Minute die erste Führung zum 23:22. In der Defensive wuchs Torhüterin Madita Kohorst über sich hinaus, parierte unter anderem einen Siebenmeter und kam insgesamt auf 13 Paraden.

 

VfL Oldenburg – Thüringer HC 35:30 (17:19)

VfL: Kohorst, Humpert – Teiken (1), Martens, Korsten, Behrend (3), Steffen (9), Pfundstein (1), Borutta (1), Reinemann (8), Granicka (11/5), Golla (1), Fragge, Oetjen